Geistige Heimat für Coaches

Systemische Therapieausbildung abgeschlossen? Coaching-Ausbildung abgeschlossen – und dann?

Wie geht’s weiter?

Wir haben heute auf der Messe (http://systemics-academy.com/news/)  eine Bekannte getroffen, die sich genau das fragt.

Viele Ausbildungen bieten zwar eine Zertifizierung aber keine langfristige Unterstützung an. Wer also Supervision, regelmäßige Weiterbildung und Austausch mit anderen Coaches sucht, ist bei uns willkommen –> http://systemics-academy.com/academy/

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Kein Stress dem Stress

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat sich mit neuer Intensität des Themas Stress angenommen:

„Stress am Arbeitsplatz kann krank machen. Psychische Störungen bilden heute eine der häufigsten Krankheitsgruppen. Für die Betroffenen bedeutet das im schlimmsten Fall den Abschied vom Berufsleben. Die Folge für Unternehmen und Volkswirtschaft sind Kosten in Milliardenhöhe.“ … –> weiterlesen

Wer hier weitergehend positive Unterstützung leisten kann –> SYSTEMICS ACADEMY

Internetabhängigkeiten und Begleiterkrankungen

In den USA wurde die Computerstielabhängigkeit bereits in ihr Diagnosehandbuch „DSM“ aufgenommen. Es gibt verschiedene Arten der Computerabhängigkeit, stellt Dr. Bert te Wildt von der LWL-Universität Bochum fest. Der eine spielt exzessiv Online-Computerspiele, andere sind süchtig nach Cybersex oder ständig in sozialen Netzwerken unterwegs. Besonders betroffen sind junge Menschen und davon mehr Männer. „Die Heranwachsenden kommen mit den zunehmenden Anforderungen an Leistungen und Autonomie nicht zurecht. Im Cyberspace spielen sie den strahlenden Helden…….Am Ende hält ausschließlich die virtuelle Welt noch positive Ereignisse bereit.“ Und es gibt Begleiterkrankungen (Komorbidität).

Er stellt einige Parallelen zu Alkoholikern fest. Auch diese haben Begleiterkrankungen, die von seinem Team in Komorbiditätsprofile zusammengefasst wurden. Darunter waren depressive Störungen, Angststörungen (z.B. soziale Phobie) und auch ADHS. Im Gegensatz zu Internetabhängigen war allerdings nur etwa jeder zweite Alkoholabhängige von einer Begleiterkrankung betroffen. Es gibt Hinweise, dass gewisse Persönlichkeitsstrukturen die Internetabhängigkeit begünstigen. Bert te Wildt gibt an: „Eine Befreiung aus der Abhängigkeit im Cyberspace gelingt nur dann, wenn sich die Patienten alternative Handlungsspielräume erschließen, in denen positive Erlebnisse und auch Erfolge in der realen Welt zu erreichen sind.“
Die LWL-Universitätsklinik hat eine Medienambulanz in denen Betroffene dieses erlernen können. Es geht darum, mithilfe eines integrativen Ansatzes die neuen bahnbrechenden Technologien dahin zu führen, dass sie dem Menschen dienen und nicht umgekehrt.“ Vollständiger Artikel unter: http://rubin.rub.de/de/mensch-im-netz.  Bildnachweis: @ RUBIN, Foto: Nelle

Böse Arbeit – gute Arbeit

Der Artikel in der Dezember Ausgabe von PSYCHOLOGIE HEUTE lautet: „Glücklich schuften“. Es geht um die Auswirkungen von zu viel Arbeit, aber auch von zu wenig Arbeit. Es geht um Erkrankungen und die steigende Zahl der Berentungen. Ja, die Arbeitsbedingungen haben sich geändert, schneller, mehr, mit viel mehr Kommunikationsarten. Der Wandel von geschlossen und verbindlich zu offen, mit neu zu gestaltenden sozialen Systemen, ist ungewohnt und führt zu Erschöpfungen. Doch ist es nicht die Arbeit allein, was ein Mensch z.B. im Burnout landen lässt. Gesundheit ist ein Prozess, der von vielen Faktoren abhängt: nicht nur von der Arbeitslast, der Entlohnung und Anerkennung im Job, sondern auch von der Lebensgeschichte, aktuellen Lebenssituation und sozialen Einbindung eines Menschen. Doch Arbeit hat auch gesundheitsfördernde Aspekte. Gute Arbeit bietet neben der Entlohnung Struktur, Anerkennung, Effizienzerleben und sozialen Austausch. Aktuelle Studien aus dem Riedel-Heller Institut legen nahe, dass berufliche Tätigkeiten, die einen komplexen Umgang mit Daten und Menschen sowie eine eigenständige Planung der Arbeit fordern, auch im Alter geistig fit halten und das Demenzrisiko senken. Arbeit, die die Gesunderhaltung fördert hängt zum einen vom Menschentyp ab. Herr Riedel-Heller nennt sechs Bereiche, an denen sich festmacht, welche Wirkung auf die Gesundheit der Menschen ausgeht: die Arbeitsbelastung, der Handlungsspielraum, die Anerkennung, das Gemeinschaftsgefühl, die Gerechtigkeit und die Werte. Arbeitslosigkeit, Alleinerziehend und Studenten sind einer anderen Form von Stress ausgesetzt, hat der DAK-Gesundheitsreport 2014 belegt. Sorgen werden bei Arbeitslosigkeit aktiviert, Lebenszufriedenheit sinkt, eine sinnvolle Aufgabe fehlt. Die Wechselwirkung zwischen Arbeitslosigkeit und psychischer Erkrankungen ist inzwischen gut belegt. Ein Konzept aus den USA ist wegweisend, chronisch psychisch Erkrankte wieder der Ressource Arbeit zuzuführen um zu genesen. Ein Beleg, dass es auch in Europa funktioniert, liefert die Uni Bern mit dem Job-Coach-Projekt. Den vollständigen Artikel ist entweder bei PSYCHOLOGIE HEUTE erwerbbar, oder bei mir.

Wie Lachen eine Forschungswelle auslöst und ein neuer Wissenschaftszweig entstand

Man kann es kaum glauben, dass Wissenschaftler mal von der gegenseitigen Unabhängigkeit von Körper und Psyche überzeugt waren. Norman Cousins brachte aus seiner eigenen Erfahrung dieses Bild ins Wanken. Er wurde schwer krank – chronische Entzündung der Wirbelsäule – und hatte starke Schmerzen. Er war Wissenschaftsjournalist und kannte Artikel, die über den unheilvollen Einfluss von trüben Gemütszuständen erzählten. Das drehte er einfach um und therapierte sich selbst mit Lachen ohne Medikamente und Operation. Seine Erfahrung schrieb er im Buch „Der Arzt in uns selbst“ nieder. 1970 gründete er das „Cousins Center for Psychoneuroimmunology“ an der Universität von Kalifornien in Los Angeles. Einst wurde er belächelt, heute ist dieses Zentrum eine weltweit führende Institution, die den Zusammenhang von seelischem Wohlbefinden und Abwehrkräften untersucht. Unter der Bezeichnung „Psychoneuroimmunologie“ (kurz: PNI) gilt Cousins‘ Forschungsansatz mittlerweile als anerkannte Disziplin. Seit 20 Jahren boomt diese Forschungsrichtung und es ist inzwischen mehrfach wissenschaftlich belegt, wie gute Stimmung heilt, bzw. Heilung unterstützt.
Dieser Artikel war in der GEO kompakt vom September 2014. Wer ihn will, ich habe ihn da. Im Netz ist er nicht mehr zu finden. Es gibt in 3sat bei scrobel einen Film zum Thema Psychoneuroimmunologie und passende Artikel: http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/173644/index.html

Führungsstil optimieren lohnt sich

STUDIE: Das Führungsverhalten von Vorgesetzten ist bedeutsam für die Gesundheit der Beschäftigten.

http://csr-news.net/main/2014/11/28/einfluss-von-fuhrungskraften-auf-gesundheit-der-mitarbeiter/?lp_lang_pref=de

Positive Auswirkung einer Intervention für faires und förderndes Führungsverhalten zeigen nachweisbar positive Entwicklungen, wie z.B. reduzierter somatischer Stress, weniger Krankheitstage, erhöhte Selbstwirksamkeit und verstärktes Engagement der Mitarbeiter und ein verbessertes „Team Climate“, teilweise mit lang anhaltenden Nachwirkungen (trotz der begrenzten Möglichkeiten der Fortbildungsmaßnahmen im Rahmen dieser Studie!).

Musik-Studenten, Gesundheit und Neuroplastizität

Heute früh wurde im Radio ein Alexander Schmidt interviewt. Es ging um Musik-Studenten, Gesundheit und Neuroplastizität.  Ich wollte mehr wissen und fand es hier:

http://www.hfm-berlin.de/presse-aktuelles/aktuelles/alexander-schmidt-zum-professor-und-leiter-am-kurt-singer-institut-berufen/

Mit der Berufung von Prof. Dr. med. Alexander Schmidt zum Professor und Leiter des Kurt-Singer-Instituts zeigt sich wieder, wie spannend und wichtig es ist, über Fakultäts-Grenzen hinweg Wissenschaft zu betreiben – und nicht nur das, sondern auch die daraus gewonnen Erkenntnisse in der Praxis anzuwenden.