Auf der Bazaar Berlin Flanier-Messe, 16.-20. Nov

Der erste Vormittag auf der Messe, mit Mario Herrmann. Wie immer ist Mittwoch vormittags noch nicht ganz Hochbetrieb — aber doch schon erstaunlich viele Besucher!

Auf der Bazaar Berlin 2016, Nov 16-20

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Phänomenal!! … oder lieber doch nicht?

Phänomenal !!! 

Das heißt: einzigartig, außerordentlich,  spektakulär !!

Das ist schön. 

Es heißt auch: im Wissen um die Phänomene. Also die Auseinandersetzung mit dem, wie Dinge nach außen erscheinen. Die Oberfläche.

Das haben viele satt.

Wie zum Beispiel die “Motivations-Tante“ (O-Ton meines Friseurs), die mithilfe von Gestik-Vorgaben ihre Seminarteilnehmer vermeintlich unterstützen wollte, vertraute Kundenbeziehungen aufzubauen. Die hatte er ganz klar satt.

“Da erzähl ich doch lieber Ihnen, was das für ein Schrott war. Das ist doch mal eine vertraute Kundenbeziehung!“ kommentiert das mein Friseur.

Das habe ich also davon, dass ich so ein “Small-Talker“ bin. Bekomme wieder mal zu hören, Coaching und von Coaches angebotene Seminare seien oberflächlich und unseriös.

Ich schmeiße mich natürlich gleich ins Gefecht, erkläre ihm etwas von echtem Coaching. Und wo der “Schrott“ herkommt, der ihm so widerspricht.

Vom Behaviorismus bis zur Positiven Psychologie gibt es Therapieschulen, die teilweise in gut fundierten Ansätzen zeigen, dass äußerliche Phänomene auch eine positive Rückkopplung auf unseren inneren Geisteszustand haben können.

Mein Friseur schaut mich an, als würde ich ihm den “Schrott“ jetzt rechtfertigen wollen. Weit entfernt.

Das Problem ist, dass solche Rückkopplungen meistens sinnentfremdet sind: Ich kann natürlich jeden Morgen auf einen Stift beißen, 3 Minuten lang wie ein Verrückter  vor dem Spiegel “freudig lächeln“ üben und dann den ganzen Tag mit einem verkrampften Grinsen herumlaufen, aber wenn ich nicht weiß, warum ich nach außen so glücklich erscheine, ist es auch kein wirkliches Glück.

Da kann mein Friseur wieder zustimmen. Er leitet übrigens den Laden, und ich muss jetzt aufpassen, dass ich nicht den Anschein erwecke, ich wolle ihm und seinen Angestellten ein Coaching verkaufen. Wäre auch ein Phänomen –  beim Haare schneiden.

“Gutes Coaching hilft dem Klienten, den Kern der Sache zu erkennen“, sage ich ihm. Also die inneren Beweggründe. Es geht meistens um Veränderung, und der positiven Veränderung steht etwas im Weg. Eine Unsicherheit, ein innerer Stolperstein. Wenn wir das “Innere“ nicht erkennen, ist das Äußere eben doch nur Oberfläche. Schein.

“Sag ich doch: Das Leben ist mehr als blöd rumgrinsen und wild gestikulieren. Man darf ja wohl auch mal die Dinge hinterfragen, sonst geben wir uns bald nur noch die Wahl: amerikanischer Wahlkampf oder Zahnpasta verkaufen. Da sind wir als Menschen dann aber überflüssig.“

Tja, wer sagt denn, dass nur Coaches Kluges von sich geben können? Bin eben doch froh, dass ich so ein Small-Talker bin. 

War das jetzt ein “phänomenaler“ Small Talk?

Führung digital?!

Ein interressanter Arikel zur Digitalisierung der Arbeitswelt ist in Der Zeit erschienen. Er stellt fest, dass in Deutschland der Wandel von Arbeitsmodellen eher schwerfällig vor sich geht und die Strukturen noch immer eher konservativ sind.

Wie die Digitalisierung auch das Verständnis und die Aufgaben von Führung verändert ist dabei besonders spannend. Die Führungsmethoden werden sich anpassen müssen.

Wer heute schon einen flexiblen Führungsstil beherrscht ist also gut gewappnet.

Was diesen ausmacht und wie man ihn erlernt, dazu mehr hier.

Philosophie trifft Neurowissenschaft

Die Frage nach dem Freien Willen beschäftigt die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Die Philosophie war immer das zuständige Fachgebiet, lange Zeit eng verknüpft mit theologischen Betrachtungen. Mit der Entwicklung der Hirnforschung im letzten Jahrhundert hat sich die Möglichkeit eröffnet, vielleicht eine physiologische Antwort zu finden.

In den achtziger Jahren entdeckte der Physiologe Benjamin Libet durch ein EEG- Experiment, dass, schon bevor wir uns bewusst für eine Handlung entscheiden und sie ausführen, in unserem Gehirn elektrische Impulse auftreten, die eine Handlung einleiten.

Es schien so, als ob wir auf unserer Handlungen gar keinen Einfluss nehmen können. Dieses „Bereitschaftspotential“ des Gehirns stellte den Freien Willen in Frage.

Das Libet- Experiment wurde nun von Wissenschaftlern der Berliner Charité wiederlegt. Der computerbasierte Versuchsaufbau liefert wesentlich genauere Daten als ein EEG. Und er konnte beweisen: auch wenn unser Gehirn schon eine Handlung eingeleitet hat, sind wir trotzdem in der Lage, diese willentlich zu stoppen.

Die große Frage nach dem Freien Willen bleibt noch unbeantwortet, aber wir wissen, dass wir unserem Gehirn nicht ausgeliefert sind. Dass wir es auch aktiv beeinflussen können, nutzen wir in unseren Coachings.

 

größer = klüger

 

Bedeutet ein größeres Gehirn automatisch mehr Intelligenz? Eine neue Studie von der University of Wyoming legt dies zumindest für Säugetiere nahe.

Allerdings ist nicht die Größe des Gehirns an sich ausschlaggebend, das Verhältnis zwischen Gehirn- und Körpergröße ist der Maßstab. Im Versuch sollte eine verschlossene Box mit Futter geöffnet werden. Die Tiere, die von der genannten Verhältnismäßigkeit ausgehend ein großes Gehirn haben, waren am erfolgreichsten.

Es besteht also ein Zusammenhang zwischen der Größe des Gehirns und der Fähigkeit, Probleme zu lösen.

Auch die „social brain“- Hypothese die besagt, dass Tiere, die in Gruppen leben mehr Intelligenz entwickeln, sehen die Forscher durch ihr Experiment als wiederlegt an. Versuchstiere die naturgemäß Einzelgänger sind, schnitten nicht grundsätzlich schlechter ab als solche aus großen Sozialverbänden.

Der Zusammenhang zwischen Gehirngröße und Problemlösungsfähigkeit konnte schon für Vögel, Fische und Primaten nachgewiesen werden, ob er auch auf uns Menschen zutrifft, muss noch untersucht werden.

Arbeit ist Verbundenheit

Verbundenheit macht glücklich. Also macht Arbeit glücklich. So einfach könnte es also sein.

Natürlich ist es das nicht, wir hadern meist mit unserer Arbeit. Sie raubt uns Freizeit, stresst uns, wir warten auf den nächsten Feiertag oder Urlaub. Nicht zu arbeiten macht uns aber auch nicht glücklich, Arbeitslosigkeit kann sogar krank machen.

Wie Arbeit Verbundenheit herstellt, warum beides für uns Menschen existenziell wichtig ist, dass sich das gesellschaftliche Verständnis von Arbeit wandelt und was das Gehirn damit zu tun hat, darüber spricht der renommierte Neurobiologe Gerald Hüther in einem interessanten Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Hier finden Sie mehr dazu, wie man ein gutes Gleichgewicht zwischen sich und seiner Arbeit erreicht.

Neues für das Neue Jahr

Meine neue Position bei der Arbeit ist toll, doch wie geh ich mit dem Stress um?“ – Beruflicher Aufstieg bringt auch neue Herausforderungen mit sich.

Man kann nicht nicht kommunizieren“ – haben wir doch alle schon einmal gehört. Doch was bedeutet das eigentlich, bei der Arbeit, im Alltag, in der Freizeit?

Meine Arbeit macht mir richtig Spaß, wenn es nur nicht so oft Streit gäbe“ – Konfliktmanagement ist vor allem aber nicht nur, eine berufliche Qualifikation.

Das SYSTEMICS™ ACADEMY Seminarprogramm 2016 bietet Qualifizierungen und Veranstaltungen zur beruflichen und auch zur persönlichen Weiterentwicklung. 

Wir freuen uns über das erste Jahresprogramm der ACADEMY und auf rege Teilnahme und spannende Begegnungen.

Wir wünschen allen ein schönes Weihnachten und einen fröhlichen Start in das Neue Jahr.

Auf Wiedersehen in 2016