Weniger Multitasking, mehr Kaffee?

Multitasking gibt es eigentlich gar nicht in dem Sinne, wie es im Alltag verstanden wird. Selbstverständlich kann eine einzelne Person mehrere Abläufe automatisch gleichzeitig bewältigen. Aber es ist neurophysiologisch unmöglich, die bewusste Aufmerksamkeit mehreren Tätigkeiten gleichzeitig zu widmen. Was tun denn dann Menschen, die von sich behaupten, sie seien gute Multitasker?

Sie “switchen“, das heißt Ihre Aufmerksamkeit huscht unaufhörlich von einer Sache zu anderen.

Und die wenigen Millisekunden, die das Auge dann doch auf dem Handy verharrt, anstelle auf die Straße zu blicken, können Leben kosten.

Wer das Handy beim Fahren nicht in die Hand nimmt, wird von der App “Driving Barista“ nach 200 km mit einem Kaffee belohnt.

So bringen Toyota und die Coffee-Shop-Kette Komeda das Thema in die japanischen Medien. Die App wird von ca 40,000 Fahrern genutzt. Weiteres hier: http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1110187

Das Interessante hieran ist die Mischung aus modernen Technologien (App, GPS, Smartphone tech) und einem der ältesten Lernförderer aller Zeiten:  dem Belohnungsprinzip.

Heute auf der Messe BAZAAR BERLIN (http://systemics-academy.com/auf-der-bazaar-berlin-2016/) kommentierte Kommunikationstrainerin Miriam Berger: “Man könnte das Belohnungsprinzip allerdings auch noch auf andere Belohnungsformen ausweiten. Das würde die App für ein breiteres Spektrum an potenziellen Nutzern interessant machen. Wir sind ja nicht alle Kaffeetrinker.“

Jedenfalls ein lustiges Konzept, für Leute, die weniger Multitasken wollen (und kostenfrei Kaffee trinken).

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Keine Arbeit am Abend?

Sich nach der Arbeit zu Hause nochmal hinsetzen, das kennen wohl viele.

Von 15 auf 26% ist der Anteil der Beschäftigten die auch abends noch arbeiten seit 1992 gestiegen. Dies ermittelte das Statistische Bundesamt 2014.

Arbeit am Abend ist nicht grundsätzlich ungesund.

Wie sehr späte Arbeit uns belastet, kommt auf unser Gefühl dabei an. Setzen wir uns freiwillig noch einmal an eine Aufgabe, schadet uns das nicht.

Haben wir jedoch das Gefühl wir müssen unbedingt noch etwas schaffen, beeinträchtigt die späte Anstrengung und der Stress auf Dauer unseren Körper. Einschlafprobleme sind meist die unmittelbare Folge. Schlafstörungen, Verdauungsprobleme und Bluthochdruck können dazukommen.

Direkt vom Schreibtisch erschöpft ins zu fallen Bett ist keine gute Idee. Feste Zeiten und einen Moment zum Abschalten nach vollendetem Werk sollte man einplanen und dann auch einhalten.

Mit einem klaren Rahmen können wir den Stress im Zaum zu halten.

Mehr zum Thema Stress und seiner Bewältigung hier

Artikel zu Stress und Schlaf http://www.mz-web.de/karriere/viel-stress–kaum-schlaf-arbeiten-am-abend-kann-auf-dauer-krank-machen,20651404,32324566.html

2. Hit für Mentoring – Mitarbeiter

„Die Hälfte aller Arbeitnehmer weltweit ist unter 35 Jahren alt. Die Jungen sind flexibler und mobiler als die Alten. Und sie brauchen besondere Mentoringprogramme.“  Zitat aus Die Zeit- Online vom 6. Oktober

Der zugehörige Artikel erscheint als zweiter Hit, gibt man bei einer Suchmaschine die Begriffe Mentoring + Mitarbeiter ein. Allerdings ist er schon vier Jahre alt. (Siehe: http://www.zeit.de/karriere/beruf/2011-09/mitarbeiter-typen-alter)

Zum Vergleich: Bei einer Suche mit den Begriffen Führungskräfte + Seminare sind die ersten zwanzig Ergebnisse maximal wenige Wochen alt.

Mentoring für Mitarbeiter hat sich als Konzept in Deutschland noch nicht stark genug etabliert, um im Internet wirklich präsent zu sein. Schade.

Wissenstransfer und Vernetzung

Wissenstransfer und Vernetzung

Dabei kann Mentoring als sehr effektives Instrument für Wissenstransfer und Vernetzung im Unternehmen eingesetzt werden. Generell profitieren davon auch das Arbeitsklima und die gesamte Unternehmenskultur. Mehr dazu hier.

Veränderungsfähigkeit bei Straftätern?

Der Artikel betrachtet kurz das Strafrecht, das inzwischen 100 Jahre alt ist. Ist der damals geprägte Schuldbegriff und die daraus folgenden Schlussfolgerungen zur Bestrafung noch tragfähig?
Der Neurobiologe Gerhard Roth arbeitet derzeit an der Berliner Charité in einem Projekt, das jugendliche Intensivstraftäter untersucht. Für seine Taten einstehen, ohne schuldig sein zu müssen – das hätte, glaubt Roth, auch unmittelbare Konsequenzen wie man mit Straftätern umgeht – insbesondere denen, die wiederholt sehr schwere Verbrechen begehen. „Dann würde die Frage der Besserung und die Frage des Schutzes der Bevölkerung noch mehr in den Vordergrund rücken als das Wegsperren und das Bestrafen des Täters.“ Aber Besserung – geht das denn überhaupt bei den Menschen, vor denen man sich ihrer chronischen Gefährlichkeit wegen fürchten muss? Es werden drei Tätergruppen beschrieben und deren unterschiedlichen Trainingsziele benannt. Voraussetzung sei aber, dass man jede der drei Tätergruppen anders therapiert. „Die instrumentelle Gruppe muss komplett umlernen und Wege finden, Konflikte zu lösen, ohne Gewalt anzuwenden“, so Roth. „Bei den impulsiven Straftätern braucht man ein intensives Training zur Impulshemmung, daneben hilft ein Empathie-Training.“ Nur bei den Psychopathen hätten sich bisher auch die besten Psychotherapeuten der Welt die Zähne ausgebissen. Zum Artikel: http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article113639377/Bleiben-wir-ein-Leben-lang-dieselben.html

Kein Stress dem Stress

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat sich mit neuer Intensität des Themas Stress angenommen:

„Stress am Arbeitsplatz kann krank machen. Psychische Störungen bilden heute eine der häufigsten Krankheitsgruppen. Für die Betroffenen bedeutet das im schlimmsten Fall den Abschied vom Berufsleben. Die Folge für Unternehmen und Volkswirtschaft sind Kosten in Milliardenhöhe.“ … –> weiterlesen

Wer hier weitergehend positive Unterstützung leisten kann –> SYSTEMICS ACADEMY

Internetabhängigkeiten und Begleiterkrankungen

In den USA wurde die Computerstielabhängigkeit bereits in ihr Diagnosehandbuch „DSM“ aufgenommen. Es gibt verschiedene Arten der Computerabhängigkeit, stellt Dr. Bert te Wildt von der LWL-Universität Bochum fest. Der eine spielt exzessiv Online-Computerspiele, andere sind süchtig nach Cybersex oder ständig in sozialen Netzwerken unterwegs. Besonders betroffen sind junge Menschen und davon mehr Männer. „Die Heranwachsenden kommen mit den zunehmenden Anforderungen an Leistungen und Autonomie nicht zurecht. Im Cyberspace spielen sie den strahlenden Helden…….Am Ende hält ausschließlich die virtuelle Welt noch positive Ereignisse bereit.“ Und es gibt Begleiterkrankungen (Komorbidität).

Er stellt einige Parallelen zu Alkoholikern fest. Auch diese haben Begleiterkrankungen, die von seinem Team in Komorbiditätsprofile zusammengefasst wurden. Darunter waren depressive Störungen, Angststörungen (z.B. soziale Phobie) und auch ADHS. Im Gegensatz zu Internetabhängigen war allerdings nur etwa jeder zweite Alkoholabhängige von einer Begleiterkrankung betroffen. Es gibt Hinweise, dass gewisse Persönlichkeitsstrukturen die Internetabhängigkeit begünstigen. Bert te Wildt gibt an: „Eine Befreiung aus der Abhängigkeit im Cyberspace gelingt nur dann, wenn sich die Patienten alternative Handlungsspielräume erschließen, in denen positive Erlebnisse und auch Erfolge in der realen Welt zu erreichen sind.“
Die LWL-Universitätsklinik hat eine Medienambulanz in denen Betroffene dieses erlernen können. Es geht darum, mithilfe eines integrativen Ansatzes die neuen bahnbrechenden Technologien dahin zu führen, dass sie dem Menschen dienen und nicht umgekehrt.“ Vollständiger Artikel unter: http://rubin.rub.de/de/mensch-im-netz.  Bildnachweis: @ RUBIN, Foto: Nelle

Es muss passen zwischen MentorIn und Mentee

Nun werden die mittelständischen Firmen auch wach und suchen ihre Führungstalente in den eigenen Reihen. In Zeiten des Fachkräftemangels konzentrieren sich mache Firmen auf das Potential der Frauen. Die Firma Miele will 70% der Führungskräfte intern rekrutieren. Doch ist das Mentoring ein sensibles Feld. Es kann von Vorteil sein, wenn ein Mentor von außen kommt. Externe Experten sind nicht im Tagesgeschäft des Mentees unterwegs und damit neutral. So gibt es das Cross-Mentoring – hier kommen Mentor und Mentee aus unterschiedlichen Firmen. Die Dresdner Hochschule für Technik unter Prof. von der Weth, haben ein Projekt aktiviert, dass Führungskräfte aus mittelständischen Unternehmen Studenten begleiten. Es sagt, dass die klassische Personalsuche per Stellenanzeige nicht mehr funktioniert. Hier der Artikel aus dem Handelsblatt: http://www.dub.de/newsinhalte/karriere/die-chemie-muss-stimmen/