Weniger Multitasking, mehr Kaffee?

Multitasking gibt es eigentlich gar nicht in dem Sinne, wie es im Alltag verstanden wird. Selbstverständlich kann eine einzelne Person mehrere Abläufe automatisch gleichzeitig bewältigen. Aber es ist neurophysiologisch unmöglich, die bewusste Aufmerksamkeit mehreren Tätigkeiten gleichzeitig zu widmen. Was tun denn dann Menschen, die von sich behaupten, sie seien gute Multitasker?

Sie “switchen“, das heißt Ihre Aufmerksamkeit huscht unaufhörlich von einer Sache zu anderen.

Und die wenigen Millisekunden, die das Auge dann doch auf dem Handy verharrt, anstelle auf die Straße zu blicken, können Leben kosten.

Wer das Handy beim Fahren nicht in die Hand nimmt, wird von der App “Driving Barista“ nach 200 km mit einem Kaffee belohnt.

So bringen Toyota und die Coffee-Shop-Kette Komeda das Thema in die japanischen Medien. Die App wird von ca 40,000 Fahrern genutzt. Weiteres hier: http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1110187

Das Interessante hieran ist die Mischung aus modernen Technologien (App, GPS, Smartphone tech) und einem der ältesten Lernförderer aller Zeiten:  dem Belohnungsprinzip.

Heute auf der Messe BAZAAR BERLIN (http://systemics-academy.com/auf-der-bazaar-berlin-2016/) kommentierte Kommunikationstrainerin Miriam Berger: “Man könnte das Belohnungsprinzip allerdings auch noch auf andere Belohnungsformen ausweiten. Das würde die App für ein breiteres Spektrum an potenziellen Nutzern interessant machen. Wir sind ja nicht alle Kaffeetrinker.“

Jedenfalls ein lustiges Konzept, für Leute, die weniger Multitasken wollen (und kostenfrei Kaffee trinken).

Advertisements

Zeitgeist am Stiel

Was wir schon wussten – und jetzt durch unseren Sommersport des Eis-Essens bestätigt bekommen: Das Leben ist schneller geworden!

Zeitgeist am Stiel

Zeitgeist am Stiel

Heute: „Hektik, kaum Zeit. Am Besten wäre es, wenn alles to go wäre,“ schreibt der Tagesspiegel.

Ist das gut so? Brauchen wir ein Coaching „to go“? Oder einfach im Rahmen von Coaching Zeit für Besinnung aufs Wesentliche.